In Frankreich haben sich Landwirte und Molkereien auf höhere Milchpreise für das 2. Halbjahr 2010 verständigt. Ab 2011 soll der Erzeugerpreis an das deutsche Niveau gekoppelt werden. In Frankreich erhalten Landwirte im 3. und 4. Quartal 2010 mit 33 Cent pro Liter rund 3 Cent mehr als bisher, berichtet der Agrarische Informationsdienst (AIZ), Wien. Das Abkommen gilt branchenweit.

Ab dem kommenden Jahr soll der französische Milcherzeugerpreis dann nur noch in einer festen Bandbreite um das deutsche Auszahlungsniveau schwanken dürfen, berichtet AIZ weiter. Diese Kopplung wird auf Druck der Milchindustrie eingeführt, die sich im Wettbewerb mit deutschen Molkereien im Nachteil sieht. Laut Angaben der französischen Verarbeiter zahlten sie 2009 im Durchschnitt 3,5 Cent pro Liter Milch mehr als die deutschen Molkereien. Darauf führen die Franzosen den kräftigen Anstieg von Milchlieferungen aus Deutschland zurück. (az)
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