Biodiesel

Freigabe für neue Motoren geplant


In Zukunft weiterhin mit Biodiesel aus Rapsöl die Felder bestellen, ist das Ziel des vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) und von der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) geförderten Projektes, das jetzt an der Universität Rostock gestartet wurde. Einem stärkeren Biodieseleinsatz stehe entgegent, dass es für moderne Motoren der Abgasstufe EU Stufe IV keine Herstellerfreigaben gebe, hieißt es in einer Miteilung der UFOP. Freigegeben sei Biodiesel für Fahrzeuge bis zur Abgasstufe IIIb, IIIa oder II. Die Universität Rostock will nun das Verhalten von Biodiesel in Stufe-IV-Motoren untersuchen. Unterstützt wird sie dabei vom Landtechnik-Motorenherstellers DEUTZ.

In dem bis Ende 2016 laufenden Projekt untersuchen die Wissenschaftler vor allem die Auswirkungen des Biokraftstoffs auf die Abgasnachbehandlungssysteme (AGN-System), denn diese machten den wesentlichen Unterschied zwischen den Abgasstufen III und IV aus. Eine wichtige Frage in diesem Zusammenhang sei, ob und wie stark AGN-Systeme durch in den Kraftstoffen enthaltene Spurenelemente wie Phosphor, Kalium, Natrium und Kalzium deaktiviert werden. Weitere Tests umfassen den nach ISO standardisierten C1-Prüfzyklus für Dieselfahrzeuge sowie einen stationärern Motortest im Gabelstaplerzyklus. Letzterer simuliert Arbeiten im Niedriglastbereich, die bei landwirtschaftlichen Maschinen häufig vorkommen. Auch die Überprüfung der „On-Board-Diagnose“ (OBD), die alle abgasrelevanten Funktionen eines Fahrzeugs überwacht, gehört zum Projektumfang. (SB)
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