Freihandel mit Marokko


Zwischen der EU und Marokko sollen die Zölle im Agrarhandel abgebaut werden. Für ein Handelsabkommen spricht sich eine einfache Mehrheit im Europäischen Parlament aus. Vor allem Abgeordnete aus Spanien, sowie die Fraktionen der Grünen und der Linken stimmten am Donnerstag in Straßburg gegen das Abkommen. Die spanischen Parlamentarier wenden sich gegen eine Erhöhung eines Einfuhrkontingents für Tomaten aus Marokko. Auch der Europäische Bauernverband (Copa) argumentiert mit ungleichen Umweltstandards und Lohnhöhen, die bei offenen Grenzen den Wettbewerb verzerrten. Die EU-Kommission hatte das Abkommen Ende 2009 ausgehandelt, nach dem Marokko zunächst 45 Prozent und später 70 Prozent seiner Agrarexporte in die EU zollfrei liefern darf. Im Gegenzug lässt Marokko sofort 55 Prozent der Agrarerzeugnisse aus der EU zollfrei ins Land. Der Exporteure der EU versprechen sich vor allem zusätzlich Ausfuhrmöglichkeiten für Saatkartoffeln und Magermichpulver. (Mö)  
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