Freihandel mit Mexico soll im Juli 2000 beginnen

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Einen Vorschlag für ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Mexico hat die EU-Kommission am Dienstag den Mitgliedstaaten vorgelegt. Das Abkommen, nach dem 100 Prozent des Handels mit Industriegütern und 60 Prozent des Agrarhandels in den kommenden Jahren liberalisiert werden sollen, war mit Mexico im November abgesprochen worden. Jetzt müssen die EU-Mitgliedstaaten noch zustimmen. Es soll im Juli 2000 in Kraft treten. Getreide, Fleisch und Milchprodukte sind vom Zollabbau ausgenommen. Lediglich für Malz und Melasse soll es Ausnahmen geben. Für die Exporteure der EU vergrößern sich die Absatzmöglichkeiten für Wein, Spirituosen und Olivenöl. Mexico wurden im Gegenzug Zugeständnisse für Orangensaft, Avocados und Schnittblumen gemacht. Weil Mexico mit den USA und Kanada in der Nafta in einer Freihandelszone zusammengeschlossen ist, geht es zudem darum, Re-Exporte über das Land zu vermeiden. Ursprungsregeln, die sicherstellen sollen, dass die Ware wirklich aus Mexico stammt, nahmen deshalb breiten Raum während der einjährigen Verhandlungen ein. (Mö)
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