Freihandelszone zwischen Mercosur und EU problematisch

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Die südamerikanischen Mercosur-Länder legten zu Beginn der Woche in Brüssel ihre Verhandlungsposition zur Einrichtung einer Freihandelszone mit der EU vor. Danach sollen die Zölle für 33 Prozent der eingeführten Industrieprodukte und für 40 Prozent der Agrarerzeugnisse aus der EU abgebaut werden. Die EU führt jährlich Agrarprodukte im Wert von 950 Mio. Euro nach Argentinien, Brasisilien, Paraguay und Uruguay aus. Für den Zollabbau verlangen die Mercosur-Länder Übergangsfristen von bis zu zehn Jahren. Allerdings dürfe die EU für Erzeugnisse, die mit Präferenzzöllen in Südamerika eingeführt werden, keine Exporterstattungen mehr zahlen, heißt es in der Verhandlungsposition. Die EU reagierte auf das Verhandlungsangebot enttäuscht, weil die Mercosur-Länder im Industriesektor sehr vorsichtig seien, dafür aber im Agrarsektor sehr weit gegangen seien. Auf Grund der schwierigen Wirtschaftslage in vielen südamerikanischen Staaten sei aber kaum mehr zu erwarten gewesen, hieß es in Brüssel. (Mö)
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