Freihandelszonen statt Zollprivilegien für AKP-Staaten

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Mit den Staaten Afrikas, der Karibik und des Pazifiks (AKP) hat die EU am Donnerstag in Brüssel ein neues Handels- und Hilfsabkommen ausgehandelt. Es soll das bisherige Lomé-Abkommen ablösen, das die Beziehungen zwischen der EU und den häufig ehemaligen Kolonien, den heutigen AKP-Staaten, regelte. An die Stelle von einzelnen Zollprivilegien zum Beispiel für die Zuckereinfuhr sollen innerhalb von acht Jahren Freihandelszonen zwischen AKP-Staaten und der EU treten. Der Lomé-Vertrag musste überarbeitet werden, weil er nach Ansicht vieler nicht mehr im Einklang mit dem WTO-Handelsrecht stand. Die AKP kritisieren nun, dass ihre Privilegien im Handel mit der EU gegenüber anderen Entwicklungsländern nicht mehr so ausgeprägt sind. Das jetzt in Brüssel ausgehandelte Abkommen, das 20 Jahre währen soll, wird voraussichtlich am 31.Mai 2000 auf den Fidschi-Inseln unterzeichnet. (Mö)
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