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Die Justus-Liebig-Universität Gießen hält an ihren Versuchen mit gentechnisch veränderter (GV-)Gerste fest und darf die Gerste nun in Mecklenburg-Vorpommern auspflanzen. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat die Freisetzung auf einer Versuchsfläche von rund 780 Quadratmetern in der Gemeinde Thulendorf genehmigt, wobei die GV-Gerste 9,6 Quadratmeter einnimmt. Die modifizierte Gerste weist nach Angaben des BVL eine verbesserte Mobilisierung von Reservestoffen während der Keimung auf. Dadurch soll sie bessere Verarbeitungseigenschaften besitzen. Ferner verfügt die GV-Gerste über eine Resistenz gegen Pilze der Gattung Rhizoctonia. Darüber hinaus soll auch die Wechselwirkung zwischen Pflanzen und Bodenorganismen, etwa nützlichen Pilzen, untersucht werden.

Festgelegte Isolationsabstände, Nachkontrollen und eine Anbauphase sollen eine unbeabsichtigte Verbreitung der GV-Gerste verhindern. Die Freisetzungsversuche waren in der Vergangenheit immmer wieder Ziel von Gentechnik-Gegnern. (AW)

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