Lebensmittelsicherheit

Freude über Fahndungserfolge


„Wir gratulieren Europol und Interpol zu diesem Erfolg. Er zeigt, dass unsere Sicherheitssysteme auch international funktionieren“ heißt es in einer Stellungnahme des Geschäftsführers des Vereins „Die Lebensmittelwirtschaft“ in Berlin, Stephan Becker-Sonnenschein. Darauf könnten die Verbraucher vertrauen. Bei den Tätern handele es sich um Kriminelle, die Gesundheit und Leben von Verbrauchern in Gefahr bringen, nur um sich damit zu bereichern. Es sei eher unwahrscheinlich, dass diese gefälschten Waren nach Deutschland gelangt und hier verkauft worden seien. Die Sicherheitssysteme und Qualitätskontrollen in Deutschland funktionieren gerade bei Lebensmitteln sehr gut und die Lebensmittelbranche setzt sich kontinuierlich dafür ein, Fehler zu erkennen und Kontrollsysteme zu verbessern. Auch wenn die beschlagnahmten Mengen auf Anhieb sehr groß erscheinen, gibt der Verein zu Bedenken, dass in Deutschland im Durchschnitt pro Minute etwa 10.000 Kilogramm Fleischprodukte oder 12.000 Kilogramm Milchprodukte verbraucht würden.

Auch der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittekunde (BLL), Berlin, begrüßt den Erfolg der Fahnder. „Unsere Unternehmen leisten ein Höchstmaß an Qualitätssicherung, um alles zu tun die Sicherheit der Verbraucher zu gewährleisten", so Christoph Minhoff, BLL-Hauptgeschäftsführer. Es liege im eigenen Interesse der Lebensmittelbranche zum Schutz ihrer Marken und zum Erhalt ihrer Wettbewerbsfähigkeit die Qualität und Sicherheit ihrer Rohstoffe sicher zu stellen und kriminelle Elemente vom Markt auszuschließen, sagte er. Lebensmittelbetrug schädige nicht nur das Vertrauen der Verbraucher in Lebensmittel, sondern auch die gesamte Lebensmittelkette, die neben erheblichen wirtschaftlichen Schäden auch Reputationsverluste zu tragen habe. (jst)
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