Schließung

Fricopan vor dem Aus


Unternehmensvertreter von Fricopan, das zum Schweizer Konzern Aryzta gehört, haben am Montag auf einer Betriebsversammlung in Klötze die Mitarbeiter von der Schließung informiert. Wie der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) berichtet, sei die schlechte Auftragslage in den vergangenen Monaten Grund für den Entschluss, das Backwarenwerk zu schließen. Kunden verlangten höhere Qualitäten. Doch die veralteten Maschinen des Werkes könnten diese Ansprüche nicht erfüllen. Die Betreiber wollen jedoch nicht in den vorhandenen Anlagenpark investieren.

Der Fricopan-Betreiberkonzern Aryzta will nach eigenen Angaben keinen neuen Käufer suchen, sei aber offen für Gespräche mit einem potenziellen neuen Betreiber, der aber nicht als Konkurrenz aus der Backbranche auftreten solle. Fricopan hat deutschlandweit noch fünf weitere Werke.
Der Backwarenhersteller Fricopan stellt bis Ende August seine Produktion von Brot, Brötchen und Gebäck im Altmarkkreis Salzwedel ein. Für die mehr als 500 Beschäftigte soll ein Sozialplan erstellt werden.

Persönlich will sich Wirtschaftsminister Jörg Felgner (CDU) mit der Unternehmensleitung zusammensetzen, um nach Lösungsmöglichkeiten suchen. Zudem wolle er den Vorwurf des Missbrauchs von Fördermitteln genau prüfen. Dies hat der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff, angekündigt. 2013 hatte Aryzta den Backwaren-Herstelle Klemme in Eisleben mit Fördergelder des Landes erworben und sukessive Produktionslinien von Immekath nach Eisleben verlagert, heißt es in Medienberichten. (da)
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