Frischer Wind in den USA


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Die "Farm Bill" sei in ihrer heutigen Form nicht aufrechtzuerhalten, erklärte der US-amerikanische Agrarminister Mike Johanns kürzlich in Washington. Die handelsverzerrenden Hilfen für die Farmer seien mit politischen Unsicherheiten belastet, gab Johanns in einer Rede vor dem Cato-Institut erstmals zu. Klagen gegen die Preisausgleichszahlungen vor der Welthandelsorganisation drohten. Wegen der Subventionen für ihre Baumwollerzeuger hätten die USA schon eine empfindliche Niederlage vor dem WTO-Handelsgericht erlitten. Andere Hilfsprogramme könnten ebenfalls in Frage gestellt werden, warnte Johanns laut einem Bericht der Agrarzeitung Ernährungsdienst. Die Regierung habe nun die Wahl, sich von der laufenden Doha-Runde der WTO ihre Agrarpolitik scheibchenweise nehmen zu lassen oder selbst aktiv zu werden. Ein eigenes Reformprogramm sei der bessere Weg, betonte der Agrarminister und kündigte für den Januar 2007 Vorschläge an. (Mö)
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