Im Jahr 1990 schlossen sich das Frischli Milchwerk Rehburg-Loccum, der damalige Milchhof-Direktor und heutige Geschäftsführer Dieter Gorzki sowie einige Landwirte zusammen, um den Weißenfelser Betrieb vom Molkereikombinat Merseburg abzukaufen. Die Frischli Milchwerk Weißenfels GmbH war geboren. Der DDR-Klassiker Leckermäulchen, mit dem Zopfmädchen auf dem Becher, wurde seit 1979 unter anderem in der Saale-Stadt produziert. Mit dem Start in die Marktwirtschaft baute Frischli mit einer Investitionssumme von 27 Mio. D-Mark den Spezialbetrieb komplett neu auf.

Mit der Wiedervereinigung musste die Produktion des Leckermäulchens jedoch eingestellt werden. Der Quark war damals nur etwa eine Woche haltbar und somit nicht über die neue Handelsstruktur zu verkaufen. 1995 beschloss Frischli, den luftigen Milchquark mit einer verbesserten Haltbarkeit wiedereinzuführen. Heute gibt es den Quark in 31 verschiedenen Sorten. Leckermäulchen zähle heute zu den Top-3-Fruchtquark-Marken in Deutschland, teilt das Unternehmen anlässlich des Jubiläums mit. Zwischen 50 und 60 Mio. Becher werden jedes Jahr produziert. Neben dem Leckermäulchen verlassen an fünf Tagen in der Woche 700 bis 1.000 Paletten H-Milch das Lager in Weißenfels. 158 Mitarbeiter verarbeiten jährlich rund 190.000 t Milch. (az)
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