Landwirte dürfen im eigenen Betrieb erzeugtes Erntegut erneut säen, wenn sie die Nachbaubedingungen rechtzeitig erfüllen. Landwirte, die keine Nachbaugebühren zahlen oder nach Aufforderung keine Auskunft erteilen, begehen eine Sortenschutzverletzung und sind dem Sortenschutzinhaber zum Schadensersatz verpflichtet, teilt die Saatgut-Treuhandverwaltung (STV) mit.

Anstelle einer ermäßigten Nachbaugebühr sei dann Schadensersatz in Höhe der vollen Z-Lizenzgebühr zu zahlen. „Um unnötigen Aufwand und zusätzliche Kosten für die Landwirte und Züchter zu vermeiden, bitten wir jeden, der Nachbau betrieben hat, seine Nachbauerklärung korrekt und fristgerecht bis zum 30. Juni 2015 einzureichen“, erläutert STV-Geschäftsführer Dirk Otten.

Die STV setzt sich im Auftrag der Züchter für eine gerechte Entlohnung der Züchtungsleistung ein. Diese Honorierung der züchterischen Arbeit und ein fairer Saatgutmarkt seien die Voraussetzungen dafür, dass Landwirte auch in Zukunft von leistungsstarken Sorten profitieren und bestes Saatgut als Betriebsmittel einsetzen können. Die Rückmeldefrist für die im Herbst 2014 und Frühjahr 2015 gesäten Kulturen endet am 30. Juni. Die Saatgut-Treuhandverwaltung bittet die Landwirte, ihre Nachbauerklärungen per Post oder online einzureichen. (az)
stats