Frost hat Ukraine am meisten getroffen

Während die Ukraine erhebliche Auswinterungen meldet, halten sich die Schäden in Russland offenbar in Grenzen. Der Blick richtet sich auf die Ernte 2012. In der Ukraine könnten rund ein Drittel des Wintergetreides und fast die Hälfte des Winterrapses erfroren sein. Nach Einschätzung des Agrarministeriums in Kiew sind Neusaaten auf zusammen 3,5 Mio. ha erforderlich. Auf diesen Flächen werden im Frühjahr voraussichtlich Mais und Sonnenblumen angebaut. Für die ukrainische Getreideernte 2012 nennt das Ministerium jetzt eine Spanne von 42 bis 50 Mio. t. Im Vorjahr sind fast 57 Mio. t gedroschen worden.

In Russland hält sich das Agrarministerium mit Zahlenspielen zur Ernte 2012 zurück. Es heißt aber, dass es aus heutiger Sicht keine Anzeichen gebe, dass sie kleiner als die Vorjahresmenge von 94 Mio. t Getreide ausfallen würde. Das Agrarministerium berichtet zwar auch von außergewöhnlich scharfen Frösten im europäischen Teil Russlands. Bislang belaufen sich die Schätzungen zu den Auswinterungen jedoch auf - für russische Verhältnisse - geringe 6 Prozent der Wintersaaten. Üblich sind Ausfälle auf 10 Prozent der Fläche.

In Kasachstan meldet das dortige Agrarministerium in dieser Woche, dass die Getreideernte 2012 möglicherweise lediglich 13 bis 15 Mio. t erreichen wird. Das wäre nur etwa die Hälfte der 27 Mio. t, die 2011 nach offiziellen Angaben gedroschen worden sind. Allerdings handelt es sich bei dem Vorjahresergebnis um einen Extremwert. Eine Durchschnittsernte in Kasachstan bewegt sich zwischen 16 und 20 Mio. t. (db)
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