Frost mindert Einkommen im Südwesten


Die baden-württembergischen Landwirte bilden in Deutschland das Schlusslicht in der Einkommensskala. Auswinterungsschäden haben zudem Spuren hinterlassen.

Eine Stabilisierung der Einkommen im Wirtschaftsjahr 2011/12 meldet der Landesbauernverband (LBV) in Stuttgart. Parallel zum Bundestrend haben sich die Einkommen in der Veredlung erholt, wogegen die Ackerbauern Verluste gegenüber dem Vorjahr verbucht haben. Der Rückgang im Ackerbau war in Baden-Württemberg wegen der großflächigen Auswinterungsschäden im Norden des Landes ausgeprägter als im Bundesdurchschnitt.

Das in der Buchführung ausgewiesene Bruttoeinkommen der landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe in Baden-Württemberg ist nach LBV-Angaben im Wirtschaftsjahr 2011/12 im Durchschnitt aller Betriebsformen gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Prozent auf rund 32.000  €/Familienarbeitskraft angestiegen. Diese Kennzahl liegt im Bundesdurchschnitt rund 24 Prozent höher.

„Baden-Württemberg nimmt somit auf der bundesweiten Einkommensskala der landwirtschaftlichen Unternehmen nach wie vor den letzten Platz ein", stellt der LBV fest. Zu schaffen machen den Unternehmen nach Verbandsangaben zu geringe Eigenkapitalausstattung und gestiegene Produktionskosten. (db)
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