Wo die Zutaten von verarbeiteten Nahrungsmitteln herkommen, ist bislang für die Verbraucher kaum nachvollziehbar. Vor allem die Lebensmittelindustrie lehnt bisher eine genaue Kennzeichnung
der Bezugsquellen als zu teuer und zu umständlich ab. Als erster deutscher Lebensmittelproduzent legt nun aber Frosta aus Bremerhaven die Herkunft seiner Zutaten offen, berichtet Der Spiegel. Ab sofort soll nach und nach auf jeder Verpackung detailliert aufgelistet werden, aus welchen Ländern der Tiefkühlkosthersteller die Rohstoffe für das entsprechende Gericht bezogen hat. So lässt sich etwa auf der Verpackung der „Steakhouse Pfanne“ ersehen, dass die Rinderhacksteaks, Butter, Speisesalz und Rosmarin aus Deutschland kommen, die Paprika aus Brasilien, der Pfeffer aus Vietnam und der Koriander aus Bulgarien. Eine schon einmal geplante Transparenzinitiative des EU-Parlaments war am Druck der Lebensmittellobby gescheitert. „Der Aufwand ist überschaubar“, sagt dagegen Frosta-Chef Felix Ahlers. „Wir drucken die Zutatenliste jetzt einfach direkt auf die schon vorhandene Verpackung, das kostet pro Verpackung nur wenige Cent“, so Ahlers im Spiegel. (AZ)
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