Zuckerrübenanbau

Frostschäden richtig einschätzen

Die Oberflächentemperatur der Böden fiel im April teilweise auf minus fünf Grad. Auf Einzelschlägen könnten diese niedrigen Temperaturen zu einer Schädigung der jungen Rüben geführt haben, warnt der Landwirtschaftliche Informationsdienst Zuckerrübe (LIZ). Die Gefahr von Schädigungen ist stark abhängig von der Entwicklung der Pflanze. Früh gesäte Bestände mit voll ausgebildeten Keimblättern sind robuster gegenüber dem Frost als gerade erst auflaufende Rüben. Ob wirklich Schäden entstanden sind, kann meist erst nach einigen Tagen abschließend beurteilt werden.

Dafür bietet der LIZ eine virtuelle Hilfe zur genauen Ermittlung des Schädigungsgrades an. Eine Bilderfolge zeigt Rüben in unterschiedlichen Schädigungsgraden und die dazugehörigen Überlebenschancen. Hiermit können die Rüben vergleichend bewertet werden und Schritte zur Minimierung des wirtschaftlichen Schadens abgeleitet werden. Bei kritischen Beständen empfehlen die Anbauexperten das Anlegen von Zählstrecken, um die weitere Entwicklung der Bestandsdichte zu ermitteln.

Eine Umfrage des LIZ unter Rübenanbauern im Rheinland, in Westfalen und Sachsen-Anhalt ergab in dieser Woche, dass die Frostschäden bisher als relativ gering eingeschätzt werden. Etwa 40 Prozent der Teilnehmer haben keine Schäden festgestellt. 60 Prozent beklagen geringe Schäden. (SB)
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