In Brandenburg ist noch offen, ob das im Herbst ausgesäte Getreide und der Raps gut durch den Winter gekommen sind. Die Flächen sind nur eingeschränkt befahrbar. Der Landesbauernverband Brandenburg erwartet ähnlich hohe Auswinterungsverluste wie im vergangenen Frühjahr. Grund dafür sei die vergleichsweise geringe Winterhärte von Gerste und Raps. Vor allem in südlichen Brandenburg fehlte eine schützende Schneedecke. In diesen Fällen helfen nur noch der Umbruch und Neuaussaat, rät der Bauernverband. 

Aktuell erschweren hohe Grundwasserstände und Nassstellen die anstehenden Bestell- und Düngearbeiten. Die Befahrbarkeit der Felder sei nur eingeschränkt möglich. Damit könnte sich auch die Frühjahrsaussaat verspäten. Oft führe jedoch ein verspäteter Aussaattermin zu Ertragsverlusten. Wahrscheinlich werde wie im Vorjahr vor allem auf Mais ausgewichen, so Verbandspräsident Udo Folgart.

Auch in Sachsen werden mit regionalen Auswinterungsschäden von 30 bis 50 Prozent gerechnet. Nach Angaben des Sächischen Landesbauernverband hätten die Fröste im Februar in Beständen ohne geschlossene Schneedecke bei fast allen Winterkulturen wie Winterraps, Wintergerste, Winterweizen Schaden angerichtet. (az)
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