Der März fiel insgesamt meist mild, aber oft zu trocken bei unterdurchschnittlicher Sonnenscheindauer aus, so der DWD. Zum Start in den meteorologischen Frühling am 1. März sei von Frühlingserwachen noch keine Spur gewesen. Es gab verbreitet leichte bis mäßige Nachtfröste, in Süddeutschland eine dünne Schneedecke. Während der niederschlagsarmen Phase in der Monatsmitte trockneten laut DWD verbreitet, aber leider nicht überall, die Böden ab. Die Befahrbarkeit sei damit nur örtlich gewährleistet gewesen. Aufgrund der anhaltenden niedrigen Bodentemperaturen konnten erst in der letzten Monatsdekade erste Sommerungen bestellt werden. Der Zuflug der Rapsschädlinge in die Bestände sei nur kurz gewesen und die Schwellenwerte für eine Bekämpfung kaum überschritten worden.

Da sich Hoch- und Tiefdruckgebiete häufig abwechselten, machte der April seinem Namen alle Ehre: Es gab überall typisches Aprilwetter mit Schnee- und Graupelschauern sowie einzelnen Gewittern. Insgesamt wich der April bei Temperatur, Niederschlag und Sonnenscheindauer kaum vom vieljährigen Durchschnitt ab, so der Wetterdienst. Zwischendurch gab es allerdings immer wieder ergiebige Regenmengen, die zu wassergesättigten, nicht befahrbaren Böden führten und alle landwirtschaftlichen Arbeiten abrupt pausieren ließen. Besonders im Gedächtnis bleiben aber die Kaltluftvorstoße zum Monatsende hin, die für einstellige Höchsttemperaturen und Nachtfröste bzw. Fröste in Bodennähe sorgten. In höheren Lagen fiel nochmals Schnee. So verzögerten sich laut DWD die  Zuckerrübenaussaat, das Legen der Kartoffeln und der Start der Maisbestellung. Bei bereits aufgelaufenen Zuckerrüben und auch Kartoffeln gab es mancherorts Frostschäden.

Starkregen, Hagel, Sturmböen – Schäden an Kulturen

Der Mai verlief laut den Wetterexperten etwas zu warm, gebietsweise zu trocken oder auch zu nass, bei ausreichend Sonnenschein. Ab Christi Himmelfahrt ging es mit den Temperaturen aufwärts. Es gab einen Wachstumsschub. Ein erster Grünlandschnitt wurde vielerorts getätigt, der erste Heuschnitt verzögerte sich teilweise bis Ende des Monats. Fast pünktlich sorgten die Eisheiligen am Pfingstwochenende für Regen-, Graupelschauer und Gewitter sowie für einen Temperatursturz bis 10 Grad. In ungünstigen Lagen gab es Bodenfrost, in Hochlagen fiel Schnee. Das wechselhafte Wetter hielt bis zum Monatsende an, mit den Temperaturen ging es aber bergauf. Neben Wassererosion und direkten Schäden an den Kulturen durch Starkregen und/oder Hagel nahm die potenzielle Schadwirkung durch Pilzkrankheiten zu. (mrs)
stats