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Die zu erwartende große Nachfrage für Braugerste wird im zweiten Halbjahr dieses Jahres möglicherweise zu Exporten ohne Erstattung führen. Hennig Luetje von dem Hamburger Großhandelsunternehmen Toepfer International riet den niedersächsischen Landwirten auf der 48. Landesbraugerstenschau in Wittingen am gestrigen Dienstag zu einem umfangreichen Anbau von Braugerste, da eine "gute Prämie" gezahlt werden dürfte. Zwar sei angesichts der Preisentwicklung in Kanada und Australien mit einer deutlichen Steigerung des Anbaus zu rechnen, deren Angebot stehe dem Weltmarkt jedoch erst Anfang nächsten Jahres zur Verfügung. Hans-Jürgen Seele, Vorsitzender der veranstaltenden Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des niedersächsischen Braugerstenanbaus e.V., Hannover, forderte zu einer sorgfältigen Planung der für die Sommerung verbliebenen Flächen auf. Ein reduzierter Anbau von Zuckerrüben und Kartoffeln biete für die Braugerste "noch Luft".(GH)
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