Für Johanns hat Japan Priorität

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Der Wechsel an der Spitze des US-Agrarministeriums USDA soll Verhandlungen mit Japan über Importe von US-Rindfleisch keinesfalls verzögern, im Gegenteil: Der neue US-Agrarminister hofft auf ein baldiges Ende des Importstopps. Der neue USDA-Chef Mike Johanns stellte sich an seinem ersten Arbeitstag am Montag dieser Woche den Fragen von US-Agrarjournalisten. Eines der wichtigsten Themen war der Stand der Verhandlungen über japanische Importe von US-Rindfleisch. Sie sind unterbrochen, seit im Dezember 2003 in den USA das erste mit BSE infizierte Rind gefunden worden war. Seither sind in den USA Sicherheitsstandards eingeführt oder erhöht worden.

Johanns zeigte sich am Montag zuversichtlich, dass Japan bald wieder Rindfleisch aus den USA importieren werde. Keinesfalls dürfe es durch den Wechsel an der Spitze des Ministeriums zu Verzögerungen kommen. Johanns hofft nach eigener Aussage, dass gute Arbeitsbeziehungen, die er in seiner Amtszeit als Gouverneur des US-Bundesstaates Nebraska in Japan aufgebaut hatte, ihm jetzt nutzen können. Zur Grenzöffnung für Lieferungen von kanadischen Rindern in die USA hielt sich Johanns am Montag bedeckt. Er wolle den Bericht eines Teams aus dem USDA abwarten, das sich in dieser Woche in Kanada aufhält, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. (db)

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