Für große US-Farmen bleibt die Forschung

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Konkrete Kürzungen für umsatzstarke Landwirte in den USA plant die Regierung mit dem Haushaltsentwurf 2010. Landwirtschaftsminister Tom Vilsack verteidigt die Vorschläge. Landwirte, die jährlich Agrarprodukte für mehr als 500.000 US-$ verkaufen, sollen in den kommenden drei Jahren nur noch einen gekürzten Anteil der Direktzahlungen erhalten. Am Ende dieses Zeitraumes haben sie keinerlei Anspruch mehr auf diese Subventionen, sieht der vom Weißen Haus veröffentlichte Entwurf für den Agrarhaushalt 2010 vor. Vilsack verteidigte Ende voriger Woche beim diesjährigen Outlook-Forum die Pläne mit der Begründung, dass im Haushalt insgesamt gekürzt werden müsse. Die verbleibenden Mittel sollten verstärkt an Betriebe mit kleinen und mittleren Einkommen gehen, die nach Ansicht der US-Regierung bedürftiger seien. Die größeren Betriebe tröstete Vilsack mit dem Argument, dass im US-Agrarhaushalt höhere Investitionen in die Forschung vorgesehen seien. Von dem daraus erwachsenden Produktionsfortschritt könnten vor allem die großen Agrarbetriebe profitierten.

Nach den Ergebnissen der jüngsten Agrarzählung in den USA gab es im Jahr 2007 rund 125.000 Betriebe mit Jahresumsätzen oberhalb von 500.000 US-$. Diese stellten zwar nur 5 Prozent aller Farmen, produzierten aber etwa drei Viertel aller Agrarerzeugnisse. (db)

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