Jahresabschluss

Fungizide bringen Bayer Umsatz


Wachstum auf ganzer Linie: Im Geschäftsjahr 2015 meldet die Bayer AG einen Umsatz von 46,3 Mrd. €. Das ist ein Plus von 12,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg, bereinigt um Sondereinflüsse, sogar um 18,2 Prozent auf 10,3 Mrd. €. Zu dem guten Ergebnis haben die beiden Teilkonzerne Health Care und Crop Science beigetragen. Von der schwächeren Kunststoffsparte Covestro hat sich Bayer 2015 getrennt.

Margen im Agrargeschäft schwächer

Außerdem hat der schwache Euro den Umsatz beflügelt. In der Agrarsparte Crop Science berichtet Bayer 2015 über einen Umsatzanstieg im Vergleich zum Vorjahr um 9,2 Prozent auf fast 10,4 Mrd. €. Währungsbereinigt hätte der Zuwachs jedoch nur 1,7 Prozent betragen. Das um Sondereinflüsse bereinigte Ebitda 2015 beträgt bei Crop Science 2,4 Mrd. €. Es ist weniger stark gewachsen wie der Umsatz, sodass die Ebitda-Marge von 24,9 Prozent im Jahr 2014 auf 23,3 Prozent im Jahr 2015 gesunken ist.

Getragen war das Umsatzwachstum von Fungiziden, die nominal um 16,9 Prozent und währungsbereinigt um 9,5 Prozent zulegten. Etwas geringer war der Anstieg bei Herbiziden, wogegen Insektizide und Beizmittel Umsatzverluste verzeichnen.

Europa gut dabei

Nach Regionen hat das Europa-Geschäft gut abgeschnitten. Hier führten die Herbizide das Umsatzwachstum an, gefolgt von Fungiziden. Außerdem meldet Bayer hier Zuwachs im Geschäft mit Raps- und Gemüsesaatgut. Schwächer ist das Geschäft in Nord- und Südamerika gelaufen, wo es jeweils währungsbereinigt leichte Umsatzrückgänge gab, die sich allerdings wegen der für Bayer günstigen Währungsverhältnisse in Euro als Wachstum niederschlagen.

Für 2016 plant Bayer in der Division Crop Science einen Umsatz in Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Währungsbereinigt könnte es eine Steigerung im „unteren einstelligen Prozentbereich“ geben, kündigt der Vorstand an. (db)
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