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Die Agrarpolitik muss sich künftig mehr darauf konzentrieren, ordnungspolitische Rahmenbedingungen zu setzen, sagte Bundeslandwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke am Freitag auf der Verbandstagung des Verbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels mit Vieh und Fleisch e.V (GAVF) und des Bundesverbandes der Versandschlachtereien e.V. (BdV) in Berlin. Die Agrarpolitik solle so wenig wie möglich in die Märkte eingreifen und nur dort korrigieren, wo der Markt allein die Dinge nicht regeln kann. Unter diesen Voraussetzungen könnten sich Land- und Ernährungswirtschaft leichter an neue Markt- und Wettbewerbsverhältnisse anpassen. "Wir brauchen Märkte mit einheitlichen und fairen Wettbewerbsregeln, bei denen auch der Schwächere nicht unter die Räder kommt", so der Minister. "Steuernd eingreifen müssen wir allerdings dann, wenn es beispielsweise um den Schutz der menschlichen Gesundheit oder den Schutz der Tiere geht." (ED)
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