Funke fordert sachlichere Diskussion bei Kraftstoffpreisen


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Bundeslandwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke äußerte zwar Verständnis für den Ärger über explodierende Treibstoffpreise. Es gebe aber überhaupt keinen Anlass, eine Krise der Landwirtschaft herbeizureden. Er rief in einer Mitteilung zu einer sachlicheren Betrachtung der Fakten auf. So betrage der durchschnittliche Anteil der Aufwendungen für Treib- und Schmierstoff am Gesamtaufwand landwirtschaftlicher Betriebe in Deutschland nur rund 3 Prozent. Im übrigen habe die Bundesregierung mit dem Agrardieselgesetz für die Landwirtschaft ab 2001 einen festen Steuersatz von 57 Pfennig pro Liter auf den Weg gebracht. Dieser Steuersatz sei unabhängig von der Höhe der Ökosteuer. Deshalb sei es wenig nachvollziehbar, dass gerade der Bauernverband die Abschaffung der Ökosteuer fordere. Allerdings, so Funke, gebe es trotz des EU-Binnenmarktes immer noch verzerrte Wettbewerbsbedingungen. Der Minister forderte mit großem Nachdruck von der EU-Kommission , hier für einheitliche Wettbewerbsbedingungen zu sorgen.(ED)
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