Genossenschaften

Fusion im Nassen Dreieck geplant

Die Stader Saatzucht eG und die Raiffeisen-Warengenossenschaft Gnarrenburg eG teilen heute mit, dass sie zum 1. Juli 2018 einen Zusammenschluss anstreben. Die beiden Genossenschaften arbeiten seit mehr als einem Jahr in einem gemeinsamen Tochterunternehmen im Großviehgeschäft zusammen. Nun sollen auch die anderen Aktivitäten gebündelt werden.

Die Genossenschaften erhoffen sich durch die Fusion Vorteile in der Logistik.
-- , Foto: Stader Saatzucht
Die Genossenschaften erhoffen sich durch die Fusion Vorteile in der Logistik.
Mit einem Umsatz von rund 240 Mio. € und 2.500 Mitgliedern ist die Stader Saatzucht eine der größten Primär-Warengenossenschaften in Deutschland. Die mit 400 Mitgliedern deutlich kleinere Raiffeisen-Warengenossenschaft Gnarrenburg eG hat im Wirtschaftsjahr 2015/16 Umsatzerlöse in Höhe von 45 Mio. € erzielt. Beide Genossenschaften sind im von der Milchproduktion geprägten „Nassen Dreieck“ zwischen Bremen, Cuxhaven und Hamburg tätig.

Die Vorstände begründen die Fusionspläne mit dem sich stetig verändernden Marktumfeld, den zunehmenden regulatorischen Anforderungen und der fortschreitenden Digitalisierung. Vorstände und Aufsichtsräte beider Unternehmen haben der Verschmelzung bereits im Grundsatz einstimmig zugestimmt. Nun sind die Generalversammlungen gefragt, die Anfang 2018 über die Fusion abstimmen sollen.

Die beiden Genossenschaften erhoffen sich von der Verschmelzung unter anderem eine Stärkung der Wettbewerbsposition sowie erhebliche Kostenvorteile, zum Beispiel bei der gemeinsamen Transport- und Geschäftsstellenlogistik. Alle Mitarbeiter beider Unternehmen würden auf Grund der vielfältigen Herausforderungen weiter benötigt, versichern die Vorstände. (SB)
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