„Die Fusion dient der Wiedererlangung der Einheit der Genossenschaftsorganisation in Mitteldeutschland und ermöglicht eine wirkungsvollere Interessenvertretung besonders im agrarischen Bereich“ erläutert Verbandsdirektor René Rothe nach der Außerordentlichen MV.

Für die rund 500 Genossenschaften des MGV steht bei der Fusion mit dem Genossenschaftsverband (GV) vor allem eine Stärkung der Genossenschaftsidee in Sachsen und Thüringen im Vordergrund.

Die Verschmelzung erfolgt rückwirkend zum 1. Oktober 2012. Der vereinigte Verband wird rund 1.225 Mitarbeiter beschäftigen und 2.400 Genossenschaften betreuen.

Wachstum im Kreditgeschäft

Darüber hinaus teilt der Genossenschaftsverband das Jahresergebnis der Volks- und Raiffeisenbanken mit. Die Kreditgenossenschaften bilden die mitgliederstärkste Wirtschaftsorganisation in Deutschland. Allein im Verbandsgebiet konnte 2012 ein Plus von fast 54.000 auf mehr als 4 Millionen Mitglieder erreicht werden.

Mit einem Zuwachs von 3,2 Prozent auf 138,7 Mrd. € bei den Einlagen und 4,4 Prozent auf 109,2 Mrd. € bei den Krediten verzeichneten die Volks- und Raiffeisenbanken 2012 ein Plus im Kundengeschäft.

Die Bilanzsumme nahm um 3,2 Prozent auf 187,7 Mrd. € zu. Nach 8 Fusionen im Jahr 2012 stieg die durchschnittliche Bilanzsumme der 304 Volks- und Raiffeisenbanken um 7 Prozent auf 617 Mio. €.

Hohe Kundenzufriedenheit

Marktforschungen dokumentieren, dass die Kunden den Banken gute Beratung und Service bescheinigen. Auf die Frage „Wie zufrieden sind Sie mit unserer Bank insgesamt?“ antworteten 60 Prozent der Befragten sie seien „sehr zufrieden“ oder „ausgesprochen zufrieden.“

Auffallend stieg die Anzahl der Kunden, die Online-Transaktionen durchführen, von 29,8 (2009) auf 43,2 Prozent, bei den Firmenkunden betrug sie 59 Prozent. Dies bedeute zugleich, dass die Filialen zunehmend den Charakter von Servicestellen verlören, schreibt der Genossenshcaftsverband in seiner Mitteilung. (hed)
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