Für Anfang des Jahres ist die Übernahme der Jibi Handel GmbH & Co durch die J.Bünting Beteiligungs AG, Leer geplant. Das Kartellamt teilte jetzt mit, dass es gegen diese Fusion keine Einwände habe. Das norddeutsche Handelsunternehmen Bünting will die 88 Lebensmittelmärkte und 2000 Mitarbeiter von Jibi in ihr Porfolio integrieren.
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Bünting ist in Ostfriesland mit Läden unter dem Namen Famila, Combi, Markant oder dem Teehandelshaus Bünting im Markt vertreten. Im Ranking der größten Händler Deutschlands steht Bünting mit einem Umsatz von zuletzt 2,15 Mrd. € auf Platz 15.

Kartellamt prüft genau

Noch unklar ist, ob das Kartellamt eine andere angekündigte Übernahme genehmigen wird. Die Edeka-Gruppe will die verbliebenen Supermärkte von Tengelmann übernehmen. In der gerade erst veröffentlichten Strukturanalyse Handel hatte das Bonner Amt festgestellt, dass die Konzentration im deutschen Handel bereits so hoch ist, dass alle künftigen Übernahmepläne von Edeka, Rewe, Aldi und Schwarz sehr genau geprüft werden müssten.

Edeka hatte sich damals vehement gegen die Einschätzung des Amtes gewehrt. Jetzt will der Hamburger Händler die verbliebenen 451 Tengelmann-Supermärkte sowie das Fleischwerk und den Online-Lieferdienst schlucken. Betroffen sind rund 16.000 Mitarbeiter. Der Umsatz von Tengelmann betrug zuletzt 1,8 Mrd. €.

Edeka ist der größte deutsche Händler und setzte zuletzt 46,23 Mrd. € um. Nach Bekanntgabe der Übernahmepläne hatte Kartellamtschef Andreas Mundt bereits angekündigt, den Verkauf von Tengelmann an den Konkurrenten Edeka genau unter die Lupe zu nehmen. Daniel Zimmer, Vorsitzender der Monopolkommission der Bundesregierung, warnte sogar explizit davor, den ohnehin einflussreichen Marktführer Edeka weiter zu stärken. (hed)
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