Geflügel

Futter schon für das Küken im Ei

So gibt es beispielsweise das Konzept des „Split Feedings“. Es soll bei Legehennen die Futterverwertung verbessern und gleichzeitig helfen, die Umwelt zu entlasten. Das berichtet der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) in seinem neuesten Heft. Bei "Split Feeding" erhalten Hennen am Morgen und am Nachmittag unterschiedliche Rationen. Sie sind auf den sich ändernden Bedarf der Henne im Verlauf der täglichen Eibildung abgestimmt. Das am französischen Forschungszentrum INRA entwickelte Verfahren trägt aufgrund der optimierten Nährstoffnutzung auch zur Reduktion der Emission von Stickstoff und Phosphor bei.

Optimal gefütterte Küken werden später zu besseren Futterverwertern

Die Eindämmung der Phosphor-Ausscheidung ist ein zunehmend wichtiges Thema für Tierhalter. So kommt einem weiteren Verfahren möglicherweise eine wachsende Bedeutung zu: der gezielten Fütterung direkt nach dem Schlupf. Das soll die Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten und Umweltstress verbessern. Auch erhöhe sich die Ausnutzung von Energie- und Mineralstoffen. So hätten Wissenschaftler an der North Carolina State University in den Vereinigten Staaten darüber hinaus herausgefunden, dass Hähnchen in späteren Wachstumsphasen besser mit niedrigeren Phosphorgehalten in der Ration zurechtkommen, nachdem sie in den ersten 90 Stunden nach dem Schlupf Futter mit leicht abgesenktem Phosphorgehalt erhalten hatten. Allerdings stellt dies derzeit für viele Brütereien noch ein logistisches Problem dar, heißt es beim ZDG.

Manche Verfahren setzen noch früher an, nämlich bereits im Ei. In-ovo-Feeding soll verbessert das Schlupfgewicht, die Schlupfrate und die körperliche Verfassung der Tiere verbessern. Doch müssten auch hier die Brütereien erst technisch aufrüsten, um Aminosäuren, Salze, Zucker oder Buttersäure dem Ei verabreichen zu können. (kbo)
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