Ein weiterhin festes Preisniveau für tierische Erzeugnisse erwartet der Deutsche Bauernverband (DBV) im kommenden Jahr. Eine Belastung bleiben die Kosten für Futtermittel.

Für die deutsche Milcherzeugung rechnet der Bauernverband 2013 mit einem moderaten Aufwärtstrend. Der in- und ausländische Markt bleibe aufnahmefähig und die Preiserwartungen für die erste Jahreshälfte 2013 seien weiterhin positiv, teilte der Verband heute mit. Das Milchjahr 2012 habe einen positiven Abschluss gefunden. Dazu hätten nach der erste Jahreshälfte mit niedrigen Milchauszahlungspreisen, die lebhaftere Nachfrage im Sommer sowie bessere Trinkmilchabschlüsse im Herbst beigetragen.

Wegen eines vermutlich kleineren Ferkelangebots rechnet der DBV im kommenden Jahr mit steigenden Ferkel- und auch Mastschweinepreisen. Grund dafür seien Produktionsrückgänge in der gesamten EU, weil es nicht allen Sauenhaltern gelingen werde, die Umstellung auf Gruppenhaltung rechtzeitig zum 1. Januar 2013 vorzunehmen. Wegen der hohen Futterkosten spreche aber vieles für eine vorerst angespannte Erlössituation in den kommenden Wochen. Aufgrund des  schon länger anhaltenden wirtschaftlichen Drucks sei eine baldige Preiserholung in der Schweinehaltung dringend notwendig, so der Verband.

Dies gilt laut DBV auch für die Geflügelfleischproduktion. Die nach wie vor hohen Futterpreise könnten weder durch gestiegene Erzeugerpreise noch durch die gestiegenen Verbraucherpreise kompensiert werden. Die Produktion von Geflügelfleisch im laufenden beziffert der mit knapp 1,7 Mio. t. Damit werde eine "seit Jahren andauernde Erfolgsgeschichte" fortgesetzt. Allerdings sei dabei zu berücksichtigen, dass vor allem die Hähnchenerzeugung weiter expandiere, während die Putenerzeugung mittlerweile stagniere.

Die Eierproduktion in Deutschland wird 2013 weiter zulegen. Obwohl die Eierpreise 2012 deutlich über den Vorjahren lagen, sei genau wie bei Schweinen und Mastgeflügel die wirtschaftliche Situation angesichts der deutlich gestiegenen Futterkosten nach wie vor schwierig, so der DBV.

Der Rindfleischmarkt in Deutschland zeigt sich den Angaben zufolge weiter stabil. Aufgrund der zunehmenden Flächenknappheit sei die Zahl der Mutterkühe zurückgegangen, so dass weniger fleischreiche Qualitäten am Markt sind. (sch)
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