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Die Futtermittelhersteller in Mecklenburg-Vorpommern verpflichten sich freiwillig zu Maßnahmen, die zum Teil über die gesetzlichen Regelungen in Deutschland hinausgehen, teilt das mecklenburg-vorpommersche Landwirtschaftsministerium mit. Um die industrielle Herstellung von Futtermitteln künftig noch sicherer und für die Verbraucher offener zu gestalten, sind folgende Maßnahmen vorgesehen:

1. Die marktbestimmenden Futtermittelproduzenten in Mecklenburg-Vorpommern haben sich im Rahmen einer ISO-Zertifizierung eine umfangreiche Selbstkontrolle auferlegt, die den gesamten Produktionsprozess vom Rohstoffeinkauf bis hin zur Futterauslieferung einbezieht. Eine amtliche Überprüfung der Einhaltung der futtermittelrechtlichen Vorschriften erfolgt bei allen Mischfutterherstellern des Bundeslandes durch das Amt für Landwirtschaft in Bützow in Form von unangemeldeten Kontrollen. Diese Kontrollen werden den Unternehmen bescheinigt.

2. Die Futtermittelproduzenten verpflichten sich, für jede Futtermischung alle eingesetzten Einzelfuttermittel in absteigender Reihenfolge ihrer Gewichtsanteile zu deklarieren.

3. Darüber hinaus verpflichten sich die Mischfutterhersteller, künftig ausschließlich jene Einzelfuttermittel einzusetzen, die einer gemeinsam erarbeiteten "Futtermittel-Positivliste der Mischfutterhersteller in Mecklenburg-Vorpommern" zu entnehmen sind.

4. Um die Verbrauchersicherheit weiter zu erhöhen, verpflichten sich die Mischfutterproduzenten ferner, auf den Einsatz der letzten noch zugelassenen antibiotischen Leistungsförderer im gesamten Handelsfutter für Rinder, Schweine und Geflügel zu verzichten. Lediglich im hochsensiblen Ferkelbereich könne zur Sicherung des Gesundheitsstatus der Ferkel bis zur Erarbeitung und allgemeinen Produktionseinführung alternativer Lösungen noch nicht in jedem Fall auf den Einsatz antibiotischer Leistungsförderer verzichtet werden. (ED)
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