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Zunehmend werden Tierhalter in die amtliche Futtermittelüberwachung einbezogen. Die jetzt vorliegenden Ergebnisse der Untersuchungen 2006 zeigen für die gesamte Branche eine etwas niedrigere Beanstandungsquote als im Vorjahr. Bei den Tierhaltern werden Über- und Unterschreitungen der futtermittelrechtlich zulässigen Höchst- und Mindestgehalte (bei Ergänzungsfuttermitteln auch unter Berücksichtigung der Tagesration) beanstandet, bei Herstellern und Händlern von Futtermitteln und Vormischungen zusätzlich die Abweichungen von deklarierten Gehalten. Aus diesem Grunde ist die Beanstandungsquote bei Herstellern und Händlern mit 12,5 Prozent nicht direkt mit der Beanstandungsquote bei Tierhaltern mit 6,6 Prozent zu vergleichen, berichtet die Agrarzeitung in ihrer heutigen Ausgabe. Die Beanstandungsquote bei Zusatzstoffen insgesamt ist mit 11,8 Prozent um 1,9 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr. Deutlich zurückgegangen ist die Beanstandungsquote bei Kokzidiostatika von 21,0 auf 8,5 Prozent. Bei unzulässigen Stoffen insgesamt konnte erneut ein Rückgang der Beanstandungsquote von 0,7 auf 0,6 Prozent verzeichnet werden. Die Beanstandungsquote verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Prozentpunkte auf 0,3 Prozent.

In Deutschland sind fast 290.000 Betriebe als "Futtermittelunternehmer" registriert. Davon sind etwa 80 Prozent nicht "gewerbliche Mischfutterhersteller". Dabei handelt es sich um Tierhalter, die selbst Futter mischen. Von ihnen wurden im vergangenen Jahr 9.136 Betriebe untersucht. Hinzu kommen fast 6.000 Hersteller und Händler. (ED)

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