Bei der Entwicklung neuer Futterpflanzensorten greifen Züchter gerne auf die Genbank in Malchow zurück. Die Außenstelle Malchow des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) besteht seit 20 Jahren.

In Malchow werden die genetischen Ressourcen der Sortimente für Öl- und Futterpflanzen aufbewahrt. Bei der Sortenentwicklung von Futterpflanzen, die den klimatischen Herausforderungen wie Trockenheit oder Kältestress besser gewachsen sind, spielen diese genetischen Ressourcen ein große Rolle, so die Gemeinschaft zur Förderung der privaten deutschen Pflanzenzüchtung (GFP).

Die jährliche Abgabe von durchschnittlich etwa 1.700 Mustern an über 80 Nutzer weltweit, vornehmlich aus der Wissenschaft und Pflanzenzüchtungsunternehmen, unterstreiche die Bedeutung der Genbank in Malchow.

Die Außenstelle Malchow der IPK Genbank betreut heute etwa 14.000 Muster bei 140 Arten aus 17 verschiedenen taxonomischen Gattungen. Auf knapp 16 Hektar Fläche werden unter Isolierbedingungen jährlich rund 500 Gräsermuster (alte Sorten, Landrassen oder Wildformen) vermehrt und das Saatgut anschließend in Kühlkammern für viele Jahre keimfähig gehalten. (az)
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