G-20-Agrarminister einigen sich


Auf ein 5-Punke-Programm zur Eindämmung von Preisschwankungen für Nahrungsmittel verständigten sich die Agrarminister der wichtigen Wirtschaftsmächte in Paris. Vor allem sollen Informationen über Lagerbestände zentral bei der Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) erfasst werden. Mit der besseren Transparenz möchten die Agrarminister der G-20 Preisausschläge zukünftig vermindern. Zweitens soll die landwirtschaftliche Produktion weltweit gesteigert werden. Im gemeinsamen Papier wird auf zusätzliche Investitionen und Forschung und Entwicklung sowie auf den Wissenstransfer von Nord nach Süd und von Süd nach Süd hingewiesen. Drittens versprechen die Minister eine bessere Koordination ihrer Politik, vor allem um handelsverzerrende Maßnahmen wie Exportverbote im Fall von Engpässen zu vermeiden.  Viertens wurde ein Bündel von Maßnahmen für die am meisten betroffenen Armen angesprochen. Dazu gehören ein besserer Zugang zu Krediten und Nahrungsmittelhilfen. Schließlich sollen Warenterminbörsen stärker kontrolliert werden. Zur Debatte steht eine mengenmäßige Begrenzung der Anlagen Einzelner. Allerdings warnten das Vereinigte Königreich und Australien vor übertriebenen Eingriffen in das Börsengeschehen. (Mö)     
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