Die Agrarminister der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) haben einen Aktionsplan für mehr Stabilität auf den internationalen Rohstoff-Märkten am Donnerstag verabschiedet. Ziel ist es, extreme Preisschwankungen bei Nahrungsmitteln zu verhindern. Die Minister verständigten sich in Paris darauf, ein Agrar-Markt-Informations-System (AMIS) zu installieren. Mit Hilfe von AMIS sollen künftig die Entwicklung von Weizen, Mais, Reis und Sojabohnen beobachtet und international vergleichbare Produktions- und Verbrauchszahlen vorgelegt werden. Informationen über Lagerbestände sollen in Zukunft zentral bei der Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) erfasst werden. Die erhöhte Transparenz soll die Spekulation auf Nahrungsmittelpreise erschweren und zur globalen Ernährungssicherheit beitragen. Außerdem soll ein Alarm-System entstehen, das Preisanstiege schneller erkennbar macht und entsprechende Reaktionen ermöglicht.

Der Aktionsplan sieht weiterhin vor, die globale landwirtschaftliche Produktion durch zusätzliche Investitionen sowie Forschung und Entwicklung zu steigern. Handelsverzerrende Maßnahmen wie Exportverbote sollen durch eine bessere Koordination der Staaten künftig vermieden werden. Der Zugang zu Krediten und Nahrungsmittelhilfen für die Armen soll verbessert werden, um die Auswirkungen von steigenden Nahrungsmittelpreisen zu vermindern. (az)
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