G-8-Agrarminister uneins über Protektionismus

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Die Wirtschaftskrise verschärfe die Armut in Entwicklungsländern und damit das Hungerproblem. Soweit waren sich die EU-Agrarminister auf dem G-8-Treffen am Wochenende im italienischen Cison di Valmarino einig. Sie hielten an dem Ziel fest, die Zahl der Hungernden bis 2015 zu halbieren. Über den richtigen Weg wurde allerdings gestritten. EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel und der US-Landwirtschaftsminister Tom Vilsack warnten vor dem zunehmenden Protektionismus. Der Gastgeber, der italienische Agrarminister Luca Zaia, betonte dagegen, er wolle nicht wettbewerbsfähige Erzeugnisse in seinem Lande mit Zöllen schützen. In der für heute vorgesehen Schlusserklärung werden sich die G-8-Agrarminister wahrscheinlich gegen die Finanzspekulation mit Nahrungsmitteln aussprechen. (Mö)
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