GAP-Reform: Gemeinsam für Ausbau der ländlichen Entwicklung

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Mögliche Reformschritte bei der Überprüfung der Agenda 2000 im Jahr 2003 deuteten sich auf dem informellen Agrarministerrat zu Beginn der Woche im mittelschwedischen Östersund an. Im Zeichen einer größeren Lebensmittelsicherheit und einer stärkeren Umweltorientierung zeigten sich die meisten Minister sehr offen gegenüber weiteren Anpassungen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Es schloss sich häufig die Forderung an, Programme für die ländliche Entwicklung auszubauen, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Auch Frankreich signalisierte, dass eine Umverteilung der EU-Haushaltsmittel zu Gunsten der ländlichen Entwicklung vorstellbar sei und dass auch die "Kofinanzierung" kein rotes Tuch mehr sei. Eine verbindliche Modulation hatte Frankreich nämlich noch bei der Debatte um die Agenda 2000 in 1998 strikt abgelehnt. Mit der neuen Position Frankreichs entstehen nun auch wieder gemeinsame deutsch-französische Reformperspektiven. Kontroverse Punkte werden jedoch bleiben, wie beispielsweise die Kürzung der Direktzahlungen zu Gunsten der Ländlichen Entwicklung aussehen soll. (Mö)
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