Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) wird heute 50 Jahre alt. Bundesagrarministerin Ilse Aigner würdigt das bereits Erreichte, sieht aber weiterhin Reformbedarf. Unter dem Motto „Eine Partnerschaft zwischen Europa und Landwirten" feiert die GAP in diesem Jahr ihr Jubiläum. Vor genau 50 Jahren, am 30. Juli 1962, wurde sie in Europa eingeführt.

Anlässlich des Jubiläums und mit Blick auf die bevorstehende Neuausrichtung der GAP nach 2013 sprach sich Aigner heute in Berlin für eine weitere Stärkung der Umweltbeiträge der Landwirtschaft und eine deutliche Vereinfachung der Verwaltungsvorschriften aus. Deutschland unterstütze eine Neuausrichtung, die im Einklang mit den Zielen der Nahrungsmittelversorgung und der Bereitstellung nachwachsender Rohstoffe stehe. 

Das künftige Fördermodell für die europäische Landwirtschaft müsse wirkungsvoll und zukunftsfähig sein. Aigner forderte „nachvollziehbare und praktikablen Vorschriften" und damit „mehr Klarheit und Transparenz für die Bürger". Es sei wichtig, dass die GAP in der Öffentlichkeit klar begründet und legitimiert sei, so die Ministerin.

In der Rückschau bewertete Aigner die GAP als eine „Erfolgsgeschichte der europäischen Integration". Europas Landwirtschaft, vor Jahrzehnten noch ein Sorgenkind, sei durch sie zu einer wettbewerbsfähigen Erfolgsbranche geworden. (sch)

 



stats