Jahresbilanz

GS Agri hält Gewinn stabil

In einem schwierigen, herausfordernden Umfeld habe sich die Genossenschaft gut behauptet, erklärte Vorstandssprecher Christoph Reents am Mittwochabend am Unternehmenssitz in Schneiderkrug bei Vechta. Der Umsatz verringerte sich um 8,7 Prozent auf 345,7 Mio. €. Hauptgründe dafür seien geringere Preise für Mineralöl und Futtermittel. Das Futtermittelgeschäft ist mit 59,3 Prozent Anteil am Umsatz wichtigster Geschäftszweig, gefolgt vom Handel mit Mineralöl (25,9), landwirtschaftlichen Betriebsmitteln (7,3 Prozent) und Baustoffen (5,2 Prozent).

Der Futtermittelabsatz verringerte sich um 2,6 Prozent auf 741.000 t. Der Rückgang resultiere aus der geringeren Nachfrage nach Einzelfuttermittel, so Reents. Die Mischfutterproduktion habe dagegen stabil bei mehr als 700.000 t gelegen. Bei den landwirtschaftlichen Betriebsmitteln gab es ein Plus von 3 Prozent auf 24,2 Mio. €.

Schwierig gestaltet sich der Handel mit Baustoffen. Weil das landwirtschaftliche Bauen in der Region nahezu zum Erliegen gekommen sei, müsse GS Agri neue Geschäftsfelder wie Industriebauten und den privaten Wohnungsbau erschließen. Nachdem die Umsätze im Baugeschäft von 2012 bis 2015 von 21,2 Mio. € auf 18 Mio. € gesunken sind, hofft die Genossenschaft in diesem Jahr wieder auf einen leichten Anstieg.

Der Bilanzgewinn nach Steuern liegt mit 1 Mio. € auf Vorjahresniveau. Außerdem profitieren die Mitglieder von einer Warenrückvergütung im Umfang von 2,23 Mio. €. Die Eigenkapitalquote stieg von 58,9 auf 60,5 Prozent. (SB)
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