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Die Republiken der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) wollen einen gemeinsamen Getreidemarkt schaffen. Ein entsprechendes Programm wurde kürzlich während einer Sitzung des GUS-Agrarrates in Minsk gebilligt. Der gemeinsame Markt soll unter anderem den zwischenstaatlichen Getreidehandel anregen und zur Verhinderung der heftigen Preisschwankungen bei diesem Produkt in einzelnen Ländern beitragen. Als Alternative für monetäre Zahlungen sieht das Programm unter anderem die Möglichkeit vor, Getreideeinfuhren aus anderen Mitgliedsstaaten durch Lieferungen von landwirtschaftlichen Betriebsmitteln wie Landtechnik oder Mineraldünger zu begleichen. Wie aus dem Papier allerdings hervorgeht, ist der Weg zur Realisierung des Vorhabens noch ziemlich lang. Zuerst sollen mehrere praktische Aufgaben gelöst werden wie gegenseitige Konvertierbarkeit nationaler Währungen oder Harmonisierung der immer noch unterschiedlichen Qualitätsstandards für Getreide. (pom)
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