GV-Mais-Verbot in Österreich unwissenschaftlich

1

Für das österreichische Verbot einer bestimmten gentechnisch veränderten (GV-) Maissorte gebe es keine wissenschaftliche Grundlage. Dies erklärte kürzlich der Wissenschaftliche Ausschuss für Pflanzen der EU-Kommission in Brüssel. Es geht um den Herbizid resistenten Mais der Linie T25 der Aventis Crop Sience, der 1998 eine EU-weite Zulassung bekommen hatte. Österreich verweigerte diese aber im nationalen Alleingang unter Berufung auf die Schutzklausel der europäischen Zulassungsrichtlinie 90/220/EWG. Besonders empfindliche Gebiete in den Gebirgsregionen seien gegenüber möglichen Auskreuzungen des GV-Mais anfällig, argumentierten die Österreicher. Der Wissenschaftliche Ausschuss für Pflanzen hält es aber für äußerst unwahrscheinlich, dass sich die Herbizidresistenz des GV-Mais unerwünschter Weise auf andere Pflanzen überträgt. (Mö)
stats