GV-Mais: Wissenschaftler besorgt über Verbot

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Die deutschen Wissenschaftsorganisationen befürchten durch das Anbauverbot von gentechnisch verändertem (GV-)Mais "irreparable Schäden" für den Forschungsstandort Deutschland, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Organisationen, darunter auch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Fraunhofergesellschaft sowie die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren. Stattdessen sollten die Chancen und die Nutzung der Grünen Gentechnik in Deutschland erforscht werden. Dies schließe auch die vorurteilsfreie Untersuchung von Sicherheitsfragen und möglichen Risiken ein. Bisher hätten entsprechende Untersuchungen, die größtenteils durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie durch die Bundesländer finanziert würden, "nie fundierte Ergebnisse erbracht, die eine Abkehr von dieser Technologie auch nur entfernt nahe legen könnten".

Eine pauschale Ablehnung der Grünen Gentechnik schadet nachhaltig dem Forschungsstandort Deutschland. Das Verbot birgt die Gefahr, dass diffuse Ängste statt sachlicher Aufklärung im Vordergrund stehen. Der Zusatz, dass es sich dabei um eine Einzelfallentscheidung handelt, kann über den negativen Effekt für den Forschungsstandort Deutschland nicht hinwegtäuschen und steht einer zukunftsorientierten Ausrichtung diametral entgegen. (AW)

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