GV-Mais speziell als Futtermittel entwickelt

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In Amerika wird es bald eine gentechnisch veränderte (GV-)Maissorte geben, die mit der essenziellen Aminosäure Lysin angereichert und speziell für den Futtermittelbereich entwickelt worden ist. Das US-Unternehmen Renessen LLC mit Sitz in Deerfield/Illinois, ein Joint-Venture der US-Konzerne Monsanto und Cargill, will den GV-Mais in den USA, Argentinien und Brasilien ab 2007 anbieten, berichtet Agra Europe London weiter. Nach Einschätzung von Renessen könnte der Lysin-Mais in den USA und Argentinien auf einer Fläche von jeweils 1,6 Mio. ha angebaut werden und in Brasilien auf 400.000 ha. Mit diesem Lysin-Mais könnte sich nicht nur die Fütterung von Geflügel und Schweinen verändern, sondern sich langfristig auch Auswrikungen auf den 1 Mrd. US-$ schweren Futtermittelzusatzmarkt zeigen. Bislang muss diese Aminosäure noch in synthetischer Form dem Futter zugesetzt werden. Werde der GV-Mais in einer normalen Geflügelration eingesetzt, decke er etwa ein Viertel des normalen Bedarfs der Tiere. Renessen arbeitet aber bereits an einem Produkt der zweiten Generation, mit dem der gesamte Bedarf gedeckt werden könne, so dass synthetisches Lysin komplett ersetzt werden könnte. Für Renessen ist dieses Produkt der erste große Wurf, in den seit der Gründung 1999 knapp 445 Mio. US-$ investiert worden sind. (AW)
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