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Saatgutpartien für Sommerraps, die möglicherweise mit gentechnisch veränderten Samen verunreinigt sind, wurden nach Ermittlungen der Behörden auch an drei Saatgutfirmen in Nordrhein-Westfalen geliefert, teilte das Düsseldorfer Landwirtschaftsministerium mit. Laboruntersuchungen werden ergeben, ob gentechnische Verunreinigungen vorliegen. Eine westfälische Firma habe das Saatgut komplett nach Baden-Württemberg verkauft. In Ostwestfalen wurden bei einer zweiten Firma 200 Gramm Saatgut zu Versuchszwecken ausgesät. Die betroffenen Parzellen hat die Firma am Freitag freiwillig unter Aufsicht abgeerntet und vernichtet. Das restliche Saatgut wurde den Behörden ausgehändigt. Die dritte Firma in Köln hat ihren Bestand von 30 kg an einen Landwirt in der Eifel verkauft. "Sollte sich herausstellen, dass dieser Raps gentechnisch verunreinigt ist, werden wir die Produktion von dem unwissentlich beroffenen Landwirt aufkaufen und vernichten", kündigte Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn an. Nach ersten Einschätzungen reichen 30 kg Saatgut etwa für eine Fläche von maximal 10 ha, informiert das Ministerium weiter. (ED)
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