GV-Verbot: Futtermittelwirtschaft fürchtet um Rohstoffsicherheit

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Zwischen nationalen Anbauverboten für gentechnisch veränderte (GV-)Pflanzen und Entscheidungen zur Rohstoffsicherung muss dringend unterschieden werden. Dafür plädieren die im Grain Club organisierten Verbände der Getreide-, Ölsaaten- und Futtermittelwirtschaft. Sie fürchten, dass die Versorgung der Lebensmittel- und Veredelungswirtschaft mit importierten agrarischen Rohstoffen gefährdet werden könnte durch die wechselhafte Stimmung der Politik und die ablehnende Haltung großer Teile der Gesellschaft gegenüber dem Anbau von GV-Pflanzen.

Um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Veredelungswirtschaft zu unterstützen, sollen nach Ansicht des Grain Club die Zulassungsverfahren für gentechnisch veränderte Organismen (GVO) auf streng wissenschaftlicher Basis synchronisiert und beschleunigt werden. Auch hält der Club es für sinnvoll, einen Toleranzwert von 0,5 Prozent einzuführen für GVO in Lebens- und Futtermitteln, die in Drittländern bereits kommerziell genutzt werden. Zudem fordern sie die Einführung eines praxisgerechten GVO-Kennzeichnungs-Schwellenwertes für Saatgut. (brs)

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