Verdacht der Untreue

GVB-Präsident lässt Ämter ruhen


Der Personalauschuss des Verbandsrates des GVB und Götzl haben sich darauf verständigt, dass seine Ämter ruhen. Konrad Irtel, Vorsitzender des Verbandsrates erklärte: "Wir werden die staatsanwaltlichen Ermittlung voll umfänglich unterstützen und dazu beitragen, die im Raum stehenden Vorwürfe aufzuklären. Entsprechende Maßnahmen sind bereits eingeleitet. Insbesondere wurde eine unabhängige Anwaltskanzlei mit der Aufarbeitung der Sachverhalte beauftragt."

Über Details äußerte sich Irtel nicht öffentlich. Das Verfahren könnte der Anfang vom Ende der beruflichen Karriere des Genossenschaftspräsidenten sein, heißt es hinter vorgehaltener Hand im GVB. Es sei seit längerem vermutet worden, dass Götzl zum Beispiel die Kosten für private Reisen und persönliche Feiern dem Verband "aufs Auge gedrückt habe". Über die Höhe der Summen und die Zeiträume, um die es gehen soll, wurde allerdings noch nichts bekannt.

Der mögliche Abrechnungsskandal soll aus Kreisen des Genossenschaftsverbandes Bayern aufgedeckt und von einem neutralen Anwalt zur Anzeige gebracht worden sein, erfuhr agrarzeitung.de aus der Dachorganisation der bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken.

Offiziell möchte sich der Verband allerdings nicht zu den laufenden Ermittlungen und der Zukunft ihres obersten Repräsentanten äußern. Götzl ließ am Dienstag über den GVB ausrichten, er wolle ebenfalls nicht Stellung nehmen. Wie rasch die Ermittlungen vorangehen werden, konnte die Staatsanwaltschaft nicht sagen. Götzls Vertrag läuft noch bis 2019. (HH)
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