Staatsanwalt ermittelt

GVB-Präsident unter Verdacht


Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wird geprüft, ob Götzl „unberechtigt privat veranlasste Aufwendungen" beim Genossenschaftsverband Bayern (GVB) abgerechnet hat. Im Rahmen der Ermittlungen hat es demnach bereits auch Durchsuchungen gegeben. Die Staatsanwaltschaft bestätigte damit mehrere Presseberichte.

Der GVB hatte am Freitag vor Pfingsten mitgeteilt, dass es Ermittlungen gebe, aber nicht gegen wen. Die Staatsanwaltschaft und der GVB wollte sich wegen des laufenden Verfahrens nicht zu Details äußern. Götzl war bislang nicht für Stellungnahmen zu erreichen.

Der GVB vertritt die Interessen der genossenschaftlichen Unternehmen in Bayern, darunter auch die Volks- und Raiffeisenbanken, und gehört damit zu den größten Wirtschaftsverbänden im Freistaat.

Götzl ist seit dem 1. Januar 2005 Vorstandsvorsitzender und Verbandspräsident des Genossenschaftsverbandes Bayern. Das langjährige CSU-Mitglied war unter anderem von von 1991 bis 1992 in der Landesregierung von Rheinland-Pfalz als Staatssekretär für Umwelt und Gesundheit tätig. Götzl fehlte bei der Hauptversammlung der Baywa AG am 19. Mai in München, da an diesem Tag die ersten Durchsuchungen des GVB durch die Staatsanwaltschaft erfolgte. Der 55-Jährige ist Mitglied des Aufsichtsrates der Baywa. (HH)
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