ISAAA-Report

GVO-Anbau sinkt erstmals


Die Top-10-Anbauregionen für GVO
Regionen
Fläche in Mio. ha
 1. USA
 70,9
 2. Brasilien
 44,2
 3. Argentinien
 24,5
 4. Indien
 11,6
 5. Kanada
 11
 6. China
 3,7
 7. Paraguay
 3,6
 8. Pakistan
 2,9
 9. Südafrika
 2,3
 10. Uruguay
 1,4
 Quelle: ISAAA
 
Auf 179,7 Mio. ha haben Erzeuger weltweit GVO angebaut. Das teilt die Agrar-Biotech-Agentur ISAAA am Mittwoch mit. Gegenüber dem bisherigen Höhepunkt 2014 mit 181,5 Mio. ha entspricht das einem Rückgang um 1 Prozent. Die ISAAA führt den Rückgang auf die schwachen Preise für Agrarzeugnisse wie Getreide und Ölsaaten zurück: Deshalb hätten Landwirte den Anbau auch von GVO eingeschränkt.
 

USA und Südamerika an der Spitze

Die drei wichtigsten Anbauregionen für gentechnisch veränderte (GV-)Saaten waren 2015 die USA, gefolgt von Brasilien und Argentinien. US-Farmer haben den Anbau zurückgefahren auf 70,9 (Vorjahr: 73,1) Mio. ha. Die Nummer 2 Brasilien dagegen hat die Fläche mit GVO ausgedehnt auf 44,2 (42,2) Mio. ha. In Argentinien verzeichnet die ISAAA immerhin einen leichten Zuwachs auf 24,5 (4,4) Mio. ha. Für die EU taucht lediglich Spanien in der Top 20 der GVO anbauenden Staaten auf mit einer Fläche von 0,1 Mio. ha. Dominiert wird der GVO-Anbau von Sojabohnen, gefolgt von GV-Baumwolle, GV-Mais und Canola.

GVO-Label in den Vereinigten Staaten

In der wichtigsten Anbauregion, den USA, wächst unterdessen die gesellschaftliche Kritik am Anbau von GVO. So wird der Bundesstaat Vermont eine Kennzeichnung für Lebensmittel mit GVO vorschreiben. Große Nahrungsmittelhersteller wie Campbell, General Mills oder Mars haben angekündigt, ihre Produkte grundsätzlich mit GVO-Kennzeichnungen zu versehen, berichtet die New York Times. Del Monte Foods will demnach sogar weitgehend auf GVO in seinen Produkten verzichten. (pio)
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