1

Die nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn hat im Zusammenhang mit den Beratungen zum Anbau gentechnisch veränderter Organismen (GVO) auf der Agrarministerkonferenz in Rostock-Warnemünde Ende voriger Woche den Beschluss begrüßt, wonach sich die Bundesregierung auf EU-Ebene weiterhin für die Einführung eines Schwellenwertes für Saatgut an der technischen Nachweisgrenze, also einen möglichst niedrigen Wert, einsetzen wolle. Zur Koesistenz von GV-Pflanzen sowie gentechnisch freiem konventionellen und ökologischem Anbau setzte sich Höhn nach Mitteillung aus dem Landwirtschaftsministerium in Düsseldorf für klare Standards ein. "Wer GV-Pflanzen anbaut, muss nach dem Verursacherprinzip auch dafür aufkommen, wenn dem Nachbarn, der weiterhin gentechnikfrei anbaut, die Pflanzen durch Bienen- und andere Insektenbestäubung verunreinigt werden. Es kann nicht sein, dass jene, die auf den Einsatz von GVO verzichten wollen, das Risiko für nicht gewünschte Verunreinigungen tragen", so Höhn.

Zudem habe sie sich für die Einrichtung eines öffentlich zugänglichen Anbauregisters für GV-Pflanzen, für den Schutz ökologisch sensibler Gebiete vor GVO-Anbau und für eine Sachkundenachweispflicht für Anwender von GVO ausgesprochen. (ED)

stats