GVO-Koexistenz sollen EU-Mitgliedstaaten regeln

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Die Regelung für die Koexistenz von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) und konventionellen Kulturen soll in den Händen der EU-Mitgliedstaaten bleiben.Für einheitliche europäische Bestimmungen gebe es keinen Bedarf, schlussfolgert die EU-Kommission in einem am heutigen Donnerstag in Brüssel vorgelegten Bericht. 15 Mitgliedstaaten hätten inzwischen nationale Regeln für die Trennung aufgestellt, die auf Grund der örtlichen Gegebenheiten sehr unterschiedlich ausfallen müssten. Die Kommission will sich deshalb darauf beschränken, den Erfahrungsaustausch unter den Mitgliedstaaten zu erleichtern. Weiterhin lehnt es die Kommission ab, einheitliche Regeln für die Haftung im Falle von Vermischungen vorzuschlagen. Die Haftung sei Ländersache und solle es auch bleiben. Immerhin will die Kommission eine Studie zu den Kosten von unterschiedlichen GVO-Grenzwerten für die Kennzeichnung von konventionellem Saatgut anfertigen. Das wäre eine Etappe zu der von den Züchtern lange ersehnten Regelung von GVO-Schwellenwerten für Saatgut. (Mö)
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