Die baden-württembergische Lebensmittelüberwachung hat in importierten Honig Pollen aus gentechnisch veränderten (GV-)Rapssorten nachgewiesen. Die Produkte werden aus dem Verkehr gezogen. Agrarminister Alexander Bonde führt die Sonderkontrollaktion für Honig fort, um die Wirksamkeit der Eigenkontrollen der Wirtschaft zu überprüfen. Der Europäische Gerichtshof hatte Anfang September entschieden, dass Pollen in Honig als Zutat einzustufen sind. Für GVO-Pollen in Honig bedeutet dies, dass sie einer Zulassung für Lebensmittel bedürfen. Honig, der Spuren an nicht zugelassenen GVO-Pollen enthält, ist demnach nicht verkehrsfähig.

Insgesamt wurde nach Ministeriumsangaben jetzt in drei von 39 importierten Honigen Pollen aus gentechnisch veränderten Rapssorten nachgewiesen. In zwei Fällen handelte es sich um kanadischen Rapshonig, ein Importhonig stammt aus einem Nicht-EU-Staat ohne nähere Herkunftsangabe. Die Pollen stammen von gentechnisch veränderten Rapssorten, die in der EU keine Zulassung für Lebensmittel haben. (az)
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